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Juli 2005: Jamiroquai - Dynamite

Jamiroquai melden sich vier Jahre nach ihrem Volltreffer "A Funk Odyssey" zurück. Grund genug, sich Ihr neuestes Werk "Dynamite" einmal näher zu betrachten - und Ihr ahnt schon: Wenn es an dieser Stelle der Homepage erwähnt wird, kann es nicht ganz verkehrt sein.

Für alle, die mit dem Namen Jamiroquai nichts anfangen können, gibt's hier schnell eine Kurzbeschreibung. Hinter Jamiroquai verbirgt sich der Mastermind Jay Kay, bei dem alle Zutaten für ein echtes Rockstar-Leben, vorhanden sind: Große Villen, schnelle Autos und ein Fable für extravagante Hüte. Der Sound von Jamiroquai ist eine Mischung aus Acid-Jazz, Rock, Funk und Electro-Sounds, immer versehen mit einer ordentlichen Portion Disco.

Genau diese bewährte Mischung ist auch auf Dynamite zu hören. Der erste Track ist gleichzeitig die erste Single-Auskopplung des Albums. "Feels Just Like It Should" ist mit einem packenden Funk-Groove unterlegt, klingt aber gleichzeitig etwas rockig. Es folgt mit dem sehr disco-angehauchten, teilweise schon houselastigen "Dynamite" der Titeltrack des Albums. Der dritte Song "Seven Days In Sunny June" gehört zu den ruhigeren Stücken des Albums. Groovt zwar schön, allerdings nimmt der Refrain dem Song etwas den Drive. Lied vier "Electric Mistress" ist eine der schnellsten Nummern auf "Dynamite" - sehr housig, eignet sich sehr gut zum Autofahren. "Starchild", der fünfte Track des Albums, erinnert mich persönlich an den guten, alten 80er Discosound der Band "The Jacksons" und zählt gleichzeitig zu meinen persönlichen Lieblingssongs auf "Dynamite". Bei "Loveblind" wechseln sich schräge Electro- und Gitarrensounds mit ruhigen, cleanen Passagen ab. Klingt sehr originell und rockt auf jeden Fall. "Talullah" zählt wieder zu den langsameren Tracks - optimal zum entspannen und relaxen. Bei Lied acht "(Don't) Give Hate A Chance" wird das Tempo wieder angezogen, der Beat animiert zum Tanzen, und der Refrain vermittelt einfach nur Spaß. "World That He Wants" kommt an neunter Stelle - und hier muss ich sagen, das ist einfach zu früh, denn es handelt sich um ein reines Vocal-/Piano-Stück, das meiner Meinung nach wesentlich besser ans Ende eines Albums passen würde. Track zehn "Black Devil Car" ist dagegen wieder ein sehr aufgeweckter Track mit einem sehr rockigen Refrain. Den Abschluss des Albums stellt "Hot Tequilla Brown" dar, der ein gewisses Sommer-Feeling weckt und nochmal schön groovt.

Alles in allem halte ich "Dynamite" für ein hörenswertes Album, das über großen Abwechslungsreichtum verfügt und sehr originell klingt. Dennoch muss ich kritisch anmerken, dass dem Album ein richtiger Kracher à la "Deeper Underground", "Cosmic Girl" oder auch "Virtual Insanity" leider fehlt und Jamiroquai-Fans der ersten Stunde dem Werk wohl eher kritisch gegenüberstehen dürften.

Euer

DJ Martinez


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