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Mai 2007:
Avril Lavigne - The Best Damn Thing

High School meets Punk meets Pop meets Rock'n Roll - so könnte man kurz und prägnant den Stil von Avril Lavigne erklären. Dass dieser Stil durchaus Anklang findet, beweisen die beiden Hitalben "Let Go" (2002) und "Under My Skin" (2004), die sich zusammen weltweit ca. 25 Mio. Mal verkauft haben. Eine durchaus beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass Avril Lavinge mit ihren 22 Jahren wohl eher zu den jüngeren Künstlern in der Musikszene zählt. Genau deshalb drängt sich einem der Verdacht auf, dass es sich bei der jungen Kanadierin nur um ein Püppchen handelt, hinter dem eine knallhart kalkulierende Maschinerie sämtliche Fäden zieht. Doch weit gefehlt: Ihre große musikalische Begabung bewies Avril Lavigne bereits, als sie sich mit 14 Jahren sowohl das Gitarre- als auch das Klavierspielen selbst beibrachte. So verwundert es kaum, dass sie kurz darauf auch schon begann, eigene Songs zu schreiben. Fast alle Songs, die die heute 22-jährige veröffentlichte, stammen aus der eigenen Feder. Bei so viel musikalischem Potential war klar, dass nach der ein Jahr (120 Konzerte!!!) lang dauernden Tour zu "Under My Skin" das dritte Album nicht lange auf sich warten lies, und so erschien am 13. April der dritte Silberling "The Best Damn Thing".

Ich muss gestehen, dass mich die Vorabsingle "Girlfriend" im Vorfeld der Veröffentlichung von "The Best Damn Thing" eher skeptisch stimmte, klingt sie doch fast ein bißchen kindisch und nach einem Mit-aller-Gewalt-gute-Laune-Erzeugen-Song, was mich aber nicht davon abhielt, mir trotzdem das Album gespannt anzuhören. Bei Lied Nr. zwei ("I Can Do Better") handelt es sich ebenfalls um eine schnelle und auf alle Fälle fetzige Nummer. Man hätte sich eventuell sparen können das Wort "Shit" auszublenden bzw. durch "Shhhhh" im Song zu ersetzen. Das ist für eine Album-Version eines Songs etwas ungewöhnlich, aber wahrscheinlich fürchtete die Plattenfirma Anrufe wütender Eltern, die die Fäkalsprache aufs Schärfste verurteilen - egal, trotzdem ein guter Song. Es folgt "Runaway", der zwar nicht so schnell ist, wie seine Vorgänger, aber trotzdem gut kracht, was nicht zuletzt an seinem langen Refrain liegen dürfte. Song vier ist gleichzeitig der Titelsong des Albums "The Best Damn Thing". Schnell, fetzig, absolut partytauglich, mit einem kurzen ruhigeren Part, bevor die junge Kanadierin im Refrain in die Vollen geht. Die erste Ballade folgt mit "When You're Gone". "Everything But You" ist wieder eine Uptempo-Nummer mit einem richtigen Abgeh-Refrain. "Hot" geht wieder eher in die Pop-Rock-Richtung, bevor mit "Innocence" der meiner Meinung nach stärkste Song auf den Hörer wartet - eine Ballade mit absolutem Gänsehautfaktor. "I Don't Have To Try" erinnert die ersten Sekunden an die Solopfade von Gwen Stefani, doch schon nach wenigen Sekunden befindet man sich wieder auf dem lavingneschen Terrain, das auch mit "One Of Those Girls", "Contagious" und "Keep Holding On" nicht mehr verlassen wird. Beim letzten Song des Albums handelt es sich um den Bonustrack "Girlfriend", bei dem der Refrain in deutsch gesungen wird - klingt sehr lustig, was den Song allerdings nicht besser macht ;-).

Fazit: Dass sich Avril Lavigne auf ihrem dritten Album nicht neu erfinden würde, war mir vorab eigentlich klar. Das werfen ihr zwar viele Kritiker vor, sehe ich aber insofern als nicht tragisch an, als dass es sich bei "The Best Damn Thing" um das dritte Studioalbum einer 22-jährigen handelt. Bedenklich wäre es erst, wenn sich an ihrem Sound in zehn oder fünfzehn Jahren immer noch nichts geändert hätte (... warum fällt mir an dieser Stelle schon wieder Bon Jovi ein???). So ist "The Best Damn Thing" einfach ein gutes High School meets Punk meets Pop meets Rock'n Roll-Album, aus dem sicher wieder mehrere Hitsingles ausgekoppelt werden.

Euer

DJ Martinez

 


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