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März 2009:
The Prodigy - Invaders Must Die

Nach dem Relaunch von DJ-MARTINEZ.DE darf natürlich auch der neue Tipp des Monats nicht fehlen, zumal der letzte gut 20 Monate zurückliegt. Wer würde zu diesem Ereignis besser passen, als alte Haudegen aus den 90ern? Natürlich niemand, und weil dem so ist, fiel die Wahl auf The Prodigy, die sich 2009 genauso laut wie triumphal zurückmelden. Das fünfte Studioalbum "Invaders Must Die" wurde von Fans und Kritikern gleichermaßen gespannt wie skeptisch erwartet, da sein Vorgänger aus dem Jahr 2004 "Always Outnumbered, Never Outgunned" den hohen Erwartungen nach dem Rekord-Album "The Fat Of The Land" (1997 in 22 Ländern gleichzeitig Nummer 1 der Album-Charts) kaum gerecht wurde. Ich für meinen Teil kann diese Skepsis im Vorfeld des Albums ebenfalls nicht leugnen.

Die Skepsis hat sich aber gelegt, nachdem ich den neuen Silberling in den CD-Player eingelegt habe. Gleich der erste Track "Invaders Must Die" ist ein derartiges Brett, dass einem Hören und sehen vergeht. Man kommt danach eigentlich auch gar nicht zum Verschnaufen, da "Omen" nicht weniger rockt. Inhaltlich orientiert der Song sich übrigens an "Their Law" aus dem zweiten Album "Music For The Jilted Generation" und auch der dritte Song "Thunder" erinnert an vergangene Tage. Parallelen zu "Outa Space" vom Erstlingswerk "Experience" sind deutlich zu erkennen: Vocals werden im Jamaica-Stil gesungen, dazu kommt ein fieser Beat, der der Nummer den nötigen Drive verleiht. Ebenfalls hervorzuheben - um nur ein paar wenige zu nennen - sind "Piranha", "Worlds On Fire" oder der überragende "Warriors Dance". Den Vorwurf, dass sich The Prodigy auf ihrem neuen Album selbst kopieren, kann ich nicht gelten lassen. Zugegeben - sie verwenden sehr viele Sounds, die auch schon in den 90er Jahren verwendet wurden. Dennoch wirkt das Album frisch, experimentell und zeitgemäß. Ein klassisches Prodigy-Album, das es meiner Meingung nach mit jedem anderen Prodigy-Album locker aufnehmen kann.

Das Album ist in zwei Varianten erhältlich: Die Standard-Version, die im normalen Jewel-Case kommt, und die Limited Edition, die im Digipack mit zwei Bonustracks und einer Bonus-DVD kommt. Prinzipiell empfehle ich die Limited Edition, die allerdings einen Makel hat, der ungemein stört: Aufgrund expliziter Inhalte auf der Bonus-DVD (Keith sagt irgendwo mal "Fuck") wurde auf das Cover ein potthässliches FSK 16-Logo abgedruckt, das das ganze Artwork versaut. Aber Schwamm drüber, wichtig ist die Musik. The Prodigy sind zurück...

 

Euer

DJ Martinez


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