Dezember 2005:
Madonna - Confessions On A Dancefloor
Dieses Mal war es richtig schwer, den Kandidaten für den Tipp des Monats Dezember auszuwählen, gingen doch mit den neuen Alben von Robbie Williams, System Of A Down und auch den Fantastischen Vier mehrere heiße Anwärter an den Start. Nach mehrmaligem Hören aller in Frage kommender Alben, habe ich mich letztendlich für Madonnas "Confessions On A Dancefloor" entschieden. Die Gründe dafür könnt Ihr im Folgenden lesen.
Mittlerweile sind 23 Jahre seit Madonnas erster Singleauskopplung "Everybody" im Jahr 1982 vergangen. Dabei wurde es nie wirklich ruhig oder langweilig um die mittlerweile 47-jährige. Sie spielte in verschiedenen Filmen mit, durchlief mehrere Imagewechsel und veröffentlichte zahlreiche Alben und Singles. "Confessions On A Dancefloor" heißt ihr neuestes Werk und dürfte lange nicht so die Geister scheiden, wie sein Vorgänger "American Life" aus dem Jahr 2003. "Ich will, dass die Leute aus ihren Sitzen aufspringen, denn auf meinem Album geht es darum, non-stop eine gute Zeit zu haben". So beschreibt Madonna Louise Veronica Chiccone Ritchie ihr aktuelles Werk, das sie einerseits "back to the roots", andererseits wieder auf neues Terrain führt, denn Madonna goes House - und House ist ja bekanntlich eine Weiterentwicklung des Disco-Sounds der 80er-Jahre, mit dem Madonna berühmt wurde.
"Confessions On A Dancefloor" startet gleich mit der ersten Singleauskopplung "Hung Up", die sich derzeit rund um den Globus an der Spitze der Charts tummelt und weltweit die Tanzflächen füllt. Auch alle anderen Tracks sind ausnahmslos hitverdächtig und clubtauglich. Zu meinen absoluten Favoriten auf dem Album zählen das genannte "Hung Up", das schnelle "Sorry", das Vocal-Disco-House-lastige "Let It Will Be", das leicht elektrische "Jump" und das nicht ganz so Dance-lastige, aber trotzdem richtig fette "Push".
Kurz gesagt: Während andere Bands seit 20 Jahren immer wieder erfolgreich das "gleiche" Album herausbringen (das soll jetzt keine Anspielung auf Bon Jovi sein ;-) ), schlägt Madonna ein weiteres musikalisches Kapitel auf und bringt eines der stärksten Alben des Jahres an den Start, und während der King Of Pop mittlerweile schon fast Geschichte ist, setzt sich die Queen Of Pop auch heute noch gegen die Jugend durch und festigt damit ihren Thron.
Euer
DJ Martinez